27.12.2014

Schnittmusterbeschreibung Vogue 8873

Mein diesjähriger Weihnachtskleidschnitt - Vogue 8873 - hat mir gut gefallen, ich möchte ihn auf jeden Fall noch einmal als Kurzarmvariante für den Sommer nähen. Ich kann mir vorstellen, dass der Schnitt es auch auf Eure Liste geschafft hat und möchte ihn hier noch einmal etwas näher vorstellen.

Der Schnitt ist für dehnbare Schnitte konzipiert. Es muss aber nicht unbedingt ein Jersey sein, ein Webstoff mit Elasthan ist auch geeignet. Für das Wasserfallauschnitt ist eine guter Fall allerdings wichtig. Das Kleid wird hinten mit einem Reißverschluss geschlossen.

Das vordere Oberteil besteht aus zwei Lagen. Das untere Teil hat einen geraden Ausschnitt, vier Abnäher und liegt eng am Körper an.

Es ersetzt quasi das Unterziehshirt und ist beim fertigen Kleid nur noch oben am Ausschnitt etwas zu sehen. Laut Anleitung wird dieses Teil auch aus einem Futterstoff zugeschnitten und damit verstürzt. Ich hatte keinen dehnbaren Futterstoff da und habe es deshalb mit einem Beleg verstürzt. Das fand ich allerdings nicht so ideal, der der Beleg trotz Untersteppung gerne wieder hervorkroch. Bei mir war dieses Teil am Ausschnitt etwas zu weit, so dass ich nachträglich an den Ecken (da, wo der gerade Ausschnitt rauf zum Hals geht) zwei kleine Abnäher einbauen musste. Hier muss ich die Weite beim nächsten Mal vor dem Zuschitt reduzieren. Insgesamt hat dieses Teil aber ein guten Sitz und ist durch den eckigen Ausschnitt auch etwas ungewöhnlich. Man  könnte das Kleid also auch ohne das Wasserfallteil, das darüber darapiert wird, nähen:


Das Wasserfallteil wird im schrägen Fadenverlauf zugeschnitten.

Insgesamt kommen an den Seiten- und Schulternähten viele Stofflagen aufeinander. Die Passform kann erst beurteilt werden, wenn alle Teile zusammengenäht sind, sind Änderungen zu machen, muss alles wieder getrennt werden. Ich bin eigentlich kein großer Fan von Probeteilen, zumal der Schnitt viel Potential bietet und sicherlich öfter genäht wird.

Beim Rockteil habe ich mich für die gerade Form entschieden. Es fällt sehr kurz aus, beim nächten Mal muss ich etwas Länge zugeben (sehr ungewöhnlich für mich, denn ich habe kurze Beine!). Ich habe beim gesamten Kleid (auch das Oberteil und die Ärmel) statt mit 1,5 cm Nahtzugabe mit gut 2 cm genäht und musste an einige Stellen (z. B. an der Hüfte) auch noch etwas Weite reduzieren.

Die Taillennaht liegt vorne tiefer als hinten, ich finde diese Schnittführung an mir sehr schön.

Soweit meine Anmerkungen, falls mir noch etwas einfällt, werde ich es noch ergänzen.

23.12.2014

WKSA - Finale




Hier ist mal wieder das Tochterkind! Am Sonntag habe ich mit Mamas Hilfe mein Weihnachtskleid fertig genäht. Ich freue mich, es morgen zu tragen und mit meiner schönen Mami um die Wette zu strahlen.

 Wer weiß, vielleicht bin ich ja nächstes Jahr wieder mit dabei!





Mit dem Tochterkindweihnachtskleid kann ich nicht mithalten, auch nicht mit dem Styling, aber mein Kleid finde ich trotzdem schön. Es ist dank des dehnbaren Stoffes unglaublich bequem. Es spricht also nichts dagegen, zu später Stunde auf dem Sofa einzuschlafen...

Wer neben uns noch Besitzerin eines neuen Weihnachtskleides ist, könnt ihr beim großen Finale auf dem Me Made Mittwoch Blog sehen. Herzlichen Dank an Dodo und Juli, die uns beim Weihnachtskleidnähen begleitet haben.


Wir wünschen allen ein wunderschönes Weihnachtsfest! 



Rückblick:
WKSA Teil 1 und 2
WKSA Teil 3
WKSA Teil 4

10.12.2014

MMM - Burda 6916

Im Winter, wenn es morgens noch dunkel ist, wenn ich mich anziehe, suche ich automatisch Sachen aus, die kuschelig und bequem sind. Dieses Kleid könnte ich jeden Tag anziehen, zumindest bist gestern, denn....


die Fotos geben mal wieder ein ganz anderes Bild wieder als dass, das ich sehe, wenn ich in den Spiegel schaue. Da bin ich mit der Passform zufrieden, aber hier - wieso fällt das Kleid vorne so merkwürdig? (und wieso sieht man nicht, dass der Stoff grün/petrol ist?)


auch auf den Detailfoto sehe ich, dass es irgenwie beult. Muss ich da noch einmal ran?



Der Schnitt - Burda 6916   - gefällt mir eigentlich sehr gut, er hat schöne Teilungsnähte, ein weiteres Modell mit unterschiedlichen Stoffen will ich mir nach diesem Schnitt schon lange nähen...

Gestern habe ich über dem Kleid noch eine dicke Strickjacke getragen, die ich im letzten Winter nach einem Knip Schnitt genäht habe und nie gezeigt habe, obwohl sie oft im Einsatz ist.



Und hier geht es nun entlang zu den anderen Teilnehmerinnen des Me Made Mittwochs. Frau Crafteln präsentiert heute eine tolle Hose, und ich werde wieder daran erinnert, dass ich doch eine nähen wollte....

EDIT: Der Schnitt der Jacke ist aus der Knipmode special Herbst/Winter 2011. Den Stoff habe ich in einem ganz normalen Stoffladen gekauft, es ist ein dicker, fester Strickstoff mit einem Wollanteil. Da ich die Jacke aber schon letztes Jahr genäht habe, glaube ich nicht, dass es den Stoff noch gibt.

07.12.2014

WKSA Teil 4

Hallo, hier ist mal wieder die Tochter M. 
Mama und ich haben gestern Abend den Stoff zugeschnitten und heute schon fleißig genäht. Es war ja heute mein erstes Mal an einer Nähmaschine und nach einer kurzen Eingewöhnungszeit lief bzw. nähte es sich echt gut. Ich fand, der Romanit war wesentlich einfacher zu nähen als der Lurex. Mama hat mir hier und da ein bisschen geholfen und zusammen haben wir meinen ersten Nähversuch gemeistert. Ich wusste gar nicht, dass Nähen so hungrig macht, aber ich brauchte einiges an Nervennahrung. Die Nähmaschine war wohl auch hungrig, denn sie hat des öfteren unseren schönen Stoff gefressen. Eigentlich bin ich sehr zufrieden mit den ersten Ergebnissen und ich hoffe, es geht weiterhin so erfolgreich weiter.
Hier seht ihr die ersten Ergebnisse: Es fehlen noch die Ärmel und der Rock wird noch gefüttert. Die beden Teile sind auch noch nicht zusammengenäht.

Alles Liebe vom Tochterkind und ich wünsche euch viel Glück und Spaß bei eurem Weihnachtskleid!


So, jetzt habe ich das Wort - mir hat das Nähen mit dem Tochterkind auch viel Spaß gemacht - Sie ist wirklich begabt und näht wie die Eins - nur die Overlock ist ihr nicht ganz geheuer, das kann ich verstehen!

Mein Kleid habe ich ja schon letzte Woche zugeschnitten, zum Nähen bin ich aber auch erst gestern gekommen. Der Start lief nicht ganz so gut, ich hatte das rückwärtige Oberteil gar nicht zugeschnitten dafür aber das Rockteil zweimal. Zum Glück war dieses Teil groß genug, um das Rückenteil zuzuschneiden. Das nächste Problem tauchte beim Nähen des Oberteils auf. Die untere Lage des Vorderteils sollte mit einem Futter verstürzt werden. Die Anleitung hatte ich vorher natürlich nicht gelesen und kein passendes Futter zur Hand. So habe ich einfach einen Beleg zugeschnitten und damit verstürzt. Bei der ersten Anprobe habe ich dann feststellen müssen, dass es etwas zu weit ist, die untere Lage des Vorderteils am Ausschnitt absteht absteht und das Rockteil trotz Unterkleid an meiner Strumpfhose klebt. Soweit die Punkte: 
Uah, es passt nicht, das muss ich ändern und Ich hab ein Hängerchen und brauche Motivation!

Das schlechte Wetter war dann meine Motivation. Ich habe getrennt, enger genäht, ein Futter für den Rock zugeschnitten, getrennt, das Futter eingenäht ..... und bin jetzt bei dem Punkt angelangt:

Das sieht doch schon ganz gut aus, oder?



die mittlere Naht ist nur gesteckt!
Ich habe diese schwierige Stelle gemeistert und bin stolz wie Bolle!  
Soweit bin ich noch nicht, denn die untere Lage des Vorderteils liegt am Ausschnitt immer noch nicht schön an und die Ärmel sind ja auch noch nicht drin - Ärmeleinnähen gelingt mir selten beim ersten Mal - aber ich bin optimistisch!

 
Jetzt seht Bügelwäsche und Tatort auf dem Plan, aber später schaffe ich bestimmt noch eine Runde bei den anderen Weihnachtskleidnäherinnen vorbei zu schauen!

Rückblick
WKSA Teil 1 und 2
WSKA Teil 3

01.12.2014

Stoffwechsel im Herbst - Finale!

Endlich kann ich mein Kleid aus dem wunderschönen Stoffwechselstoff präsentieren. Fertig ist es nämlich schon eine ganze Weile. Weil ich wusste, dass ich im November nicht viel Nähzeit haben würde, bin ich schon kurz nachdem ich den Stoff vorgestellt habe, angefangen. Es ist nicht das Trenchkleid geworden (das nähe ich lieber mal aus einem dünneren Stoff) und auch kein Rock, sondern das Burda Kleid. Und, was soll ich sagen, ich bin begeistert (zumindest war ich es, bis ich gerade die Fotos der Rückenansicht gesehen habe)!






Ich habe mir ganz viel Mühe gegeben, besonders schwierig fand ich, die Nähte der rückwärtigen Passe und des zweigeteilten Ärmels genau aufeinander treffen zu lassen.

Ich habe das Kleid komplett gefüttert - sogar die Ärmel - und den Saumabschluss mit einem Zierstich versehen.


Jetzt kommt die Rückenansicht, da kann man sehen, dass es im Ärmelbereich Falten wirft.... Ich habe es gerade erst bemerkt - ich schwör's!



Das gefällt mir nicht wirklich, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich es besser machen könnte. Ich glaube, ich lasse es einfach.

Obwohl der Stoff kein Elasthan enthält, habe ich genügend Bewegungsfreiheit in dem Kleid.  Ich habe es gestern den ganzen Tag getragen und mich sehr wohl gefühlt.

Liebe Stoffwichtelin, ganz vielen Dank für diesen tollen Stoff. Ich bin sehr glücklich mit meinem ganz wunderbaren Winter-Stoffwechselkleid und werde es bestimmt oft tragen! Eine Idee, wer du bist, habe ich nicht, ich tippe auf Berlin, weil die Knöpfe in so einem kleinen Tütchen steckten. Ich kann mir vorstellen, dass sie im Nähkontor so verpackt werden...

Ganz vielen Dank an Frau Siebenhundertsachen und Lotti Katzkowski für diese tolle Aktion und natürlich an alle, die sich auf dieses Abenteuer eingelassen und wieder einmal bewiesen haben: Nähnerds sind toll!


30.11.2014

WKSA Teil 3

Zuerst der Beitrag des Tochterkindes:

Ich habe mich dieses Jahr von meiner bezaubernden Mutter (Nein, sie hat mich nicht gezwungen, das zu schreiben) inspirieren lassen, auch ein Weihnachtskleid zu nähen. Erst tendierte ich zum Vogue Schnitt, den meine Mama ja auch schon mal genäht hat, aber als ich dann in Mamas Burdas geblättert habe und dieses Kleid gesehen habe, war ich sofort verliebt... Es ist das Minikleid 127 aus der Burda 12/2012.


Für den Stoff habe ich mich unter Beratung meiner Mutter für einen schwarzen Lurex für den oberen Teil des Kleides und für einen schwarzen Romanit für den unteren Teil entschieden. Wir haben viel in Geschäften und im Internet nach den Stoffen gesucht und sie jetzt endlich bei Stoffe.de gefunden.



Das Paket kam schnell an und Mama hat noch eine Schneidmatte dazu bestellt. Ich hatte nicht erwartet, dass der Stoff so schön glitzert und freue mich wirklich darauf, ihn zu verarbeiten.

Ich hoffe, mein erster WKSA wird erfolgreich und ich kann euch an Weihnachten mit einem schönen Kleid beeindrucken. Ich wünsche euch allen einen schönen 1. Advent vielleicht besucht ja der eine oder andere von euch den Weihnachtsmarkt. Wir feiern heute noch Geburtstag  und essen natürlich ein Stück Kuchen für euch mit...

Das ist unsere schöne Himbeer-Marzipan-Mohntorte. Ich bin wirklich stolz, das haben Mama und ich gut hingekriegt! Nur der Nikolaus sah in der Anleitung ein wenig einfacher aus als er dann war. Aber am Ende haben wir es mit einer Menge Puderzucker und klebrigen Händen geschafft. Mama hatte noch die tolle Idee, am Rand aus dem restlichen Marzipan Sterne zu machen. So kamen wir dann in's Dekorationsfieber und es kamen noch ein Tannenbaum und Elche dazu...
Wir freuen uns sehr darauf, die Torte heute Nachmittag zu probieren und hoffen sie schmeckt so gut wie sie aussieht.

Und jetzt bin ich dran:

Nachdem das Tochterkind sich für so einen coolen Schnitt entschieden hat, kamen bei mir doch noch Zweifel auf, ob ich bei meinen gediegenen Vogue Schnitt bleiben soll. Aber die 34 Jahre, die uns trennen, habe gesiegt. Ich bleibe bei dem Schnitt! Die Stoffwahl war nicht so ganz einfach. Beim roten Faden waren nur wenige Farben des Romanits auf Lager und zwei Stoffgeschäften musten wir  ohne Beute verlassen. Im letzten Stoffgeschäft habe ich dann einen schönen Stoff gefunden, leider war er nicht mehr in ausreichender Menge vorhanden. Geworden ist es nun ein grüner Velour (hat so ein bisschen was von Alcantara). Ich habe den Stoff schon einmal in einer anderen Farbe verarbeitet und wollte dieses Mal etwas anderes,


Ich habe den Stoff schon einmal in einer anderen Farbe verarbeitet und wollte dieses Mal etwas anderes. Aber er hat einen schönen Fall und wird als Kleid bestimmt toll aussehen.
Nach unserer Backaktion von gestern (drei Kuchen!) habe ich es sogar noch geschafft, das Kleid zuzuschneiden. Jetzt kann es bald mit dem Nähen losgehen! Ich freue mich, und bin gespannt wie der Stand der Dinge bei den anderen Weihnachtskleidnäherinnen ist.

22.11.2014

WKSA Teil 1 und 2

Ich leide ganz heftig unter Nähentzug - der November ist für mich immer ein sehr stressiger Monat, da bleibt leider kaum Zeit zum Nähen, sehr zu meinem Leidwesen. Aber den WKSA kann ich mir doch nicht entgehen lassen! Zumal ich schon lange einen Schnitt habe, den ich gerne nähen möchte. Und außerdem habe ich meiner Tochter schon vor Wochen versprochen, ihr ein auch Weihnachtskleid zu nähen. In der nächsten Zeit heißt es also:

Prioritäten setzen und dabei Nähen ziemlich hoch ansiedeln!

Jetzt zu meinem Schnitt, Vogue 8873 soll es werden:
Langarmvariante mit schmalem Rockteil. Stoff habe ich noch nicht. Vermutlich werde ich irgendwo einen Romanitjersey bestellen - hat jemand eine gute Empfehlung? Ich habe schon lange keinen Stoff mehr online bestellt, bin mir aber nicht sicher, ob ich noch Zeit habe, in die Stadt zu fahren.

Das Tochterkind hat sich ebenfalls für einen Vogue Schnitt entschieden, und zwar 8379.



Auch hier fehlt uns noch der Stoff. Farblich tendiert sie zu Petrol.

Das Nähen des Weihnachtkeides ist so eine schöne Tradition - Danke an Frau Kirsche und Dodo, dass Ihr Catherines Idee fortsetzt. Ich freue mich, dass so viele mitmachen und hier Ideen und Umsetzung präsentieren!

05.11.2014

MMM - Pepitakleid

Ein Pepita Kleid wollte ich schon lange haben, nur fehlte mir der passende Schnitt. In der September Burda dieses Jahres habe ich dann einen Schnitt entdeckt, so wie ich ihn mag:

Burda 9/2014, Modell 101
Das Kleid ist schlicht und schmal geschnitten, hat aber eine interessante Führung der Teilungslinien. Die Seitenteile werden im schrägen Fadenverlauf zugeschnitten. Mein Stoff, ein Pepitastoff aus reiner Seite, hat sich nur bedingt dazu geeignet. Er ist schräg sehr dehnbar, das Nähen fand ich nicht ganz einfach, insbesondere, weil ich an den mittleren und seitlichen Teilungsnähten auch noch etwas wegnehmen musste, weil auch dieses Modell wieder erst bei Größe 36 anfing. Mein Befürchtung war auch, dass sich der Stoff der schräg geschnittenen Teile beim Tragen ausdehnen würden. Skeptisch habe ich das Kleid am Samstag zu einer Familienfeier getragen. Zuerst mit Jacke von hier:

 und später ohne Jacke...

zu mehr Fotos hat der Akku leider nicht gereicht....

Ich habe mich in dem Kleid eigentlich sehr wohl gefühlt, der Stoff hat sich nicht wesentlich ausgedehnt. Das Kleid ist also auf jeden Fall tragbar. Vermutlich werde ich den Schnitt sogar noch einmal nähen, dann aus einem etwas festeren Stoff.

Beim Me Made Mittwoch gibt es heute bestimmt noch mehr kurzärmelige Sachen zu bewundern. Das Wetter am Wochenende war einfach zu schön, für wollige Herbstsachen...

22.10.2014

MMM

Auch wenn ich alle meine Schnittmusterhefte schon x-Mal durchgeblättert habe, kann ich sicher sein, dass mir beim nächsten Durchsehen noch ein Schnitt oder ein interessantes Detail auffällt, dem ich vorher keine Beachtung geschenkt habe. Bei manchen Seiten, die ich vorher gekennzeichnet hatte, frage ich mich allerdings, warum gerade auf dieser Seite ein Zettelchen klebt. In der Burda 2/2013 kleben an diversen Schnitten Zettelchen... Genäht habe ich letztendlich einen Schnitt, den ich nicht gekennzeichnet hatte - Modell 125


Bei mir alledings in schlichtem schwarz:

Den Stoff habe ich meim Marc Aurel Lagerverkauf in Bielefeld gekauft. Das Material kann ich gar nicht beschreiben, der Stoff ist schön weich und beweglich, hat aber trotzdem etwas von "Outdoorstoff". Der Schnitt lässt sich gut nähen, ich habe Gr. 34 genäht und nur die Ärmel verlängert.


Gefüttert habe ich Vorder- und Rückenteil mit schwarzem Veneziafutter. Nur eine Notlösung. Viel lieber hätte ich das Futter der Ärmel für die komplette Jacke genommen. Aber von diesem Flohmarktschätzchen hatte ich nur noch einen kleinen Rest. Die Belege, die eigentlich aus dem Oberstoff genäht werden sollten, habe ich weggelassen und sie als ein Teil mit dem Futter zugeschnitten. Statt eines 2-Wege-Reißverschlusses habe ich einen normalen Reißverschluss genommen.

Nähtechnisch bin ich ganz zufrieden, ich finde, die Jacke ist mir ganz gut gelungen. Trotzdem hing der  Blouson zunächst eine ganze Weile im Schrank. Ich hatte ihn mir kombinationsfreundlicher vorgestellt. Aber der Stil passt nicht zu all meinen Sachen.


Hier habe ich ihn zu meinem Spitzenrock kombiniert. Gestern habe ich die Jacke zu einem Kleid getragen, aber keine Gelegenheit gehabt, Fotos zu machen. Und zur Hose sieht die Jacke auch gut aus.
Ich kann mir den Schnitt - aus dem passenden Stoff - auch gut als "Indoor"-Jacke vorstellen. Dann würde ich allerdings einen 2-Wege Reißverschluss (wie auch eigentlich vorgesehen) nehmen. Ich mag es immer gerne, wenn kurze Jacken unten ein Stück geöffnet sind.

Wer weiß, vielleicht entwickelt sich die Jacke zu einem Lieblingsteil, dann wird es sie sicherlich noch einmal beim MMM zu sehen geben. Jetzt geht es erst einmal hier entlang zu den anderen Selbermacherinnen und zu Julia, die heute eine beneidenswert schöne Jacke trägt.

18.10.2014

Stoffwechsel - Mein Stoff



Ich freue mich immer, wenn in der Post außer Rechnungen oder Werbeschreiben auch mal etwas anderes zu finden ist, eine schöne Karte, ein lieber Brief, ein Schnittmuster oder Stoff. Ganz besonders habe ich mich natürlich gefreut, als ein dicker Briefumschlag ankam, obwohl ich doch gar keinen Stoff bestellt hatte. Sollte es schon mein Stoffwechselstoff sein? So schnell?

Auf Twitter wird schon heftig diskutiert, wer denn die beste Stoffwechselpartnerin hat ... Ist ja ein ganz klarer Fall: ICH! Ich habe zwei Meter eines ganz wunderschönen Woll-Tweeds (70 % Wolle und 30% Polyester) bekommen. In Grau, aber eben nicht nur Grau, sondern mit kleinen pinken Sprenkeln. Dazu sogar noch schöne Knöpfe und Futter! Großes HACH! Und den lieben Brief natürlich nicht zu vergessen.
 
Da kann ich doch wohl sagen, dass ich die beste Stoffwechselpartnerin habe, oder?

Obgleich ich null Ahnung habe, wer es sein könnte. Sie schreibt, dass wir farblich auf einer Wellenlänge liegen und dass sie sich gefreut hat, mich zu bestoffwechseln. Ich tappe immer noch im Dunkeln. Wer auch immer es ist, herzlichen Dank für den wunderschönen Stoff! Ich hoffe, ich bekomme es hin und verwandel ihn in ein tolles Stoffwechselrockmantelkleid... Womit wir beim nächsten Thema sind. Die Schnittmusterwahl. Meine Stoffwechselpartnerin kann sich aus dem Stoff ein Kleid oder ein Kostüm gut vorstellen. Vielleicht Hawthorn.


Ich selber habe zuerst an eine Jacke gedacht, aber vor meinem inneren Auge ist dann doch nichts Konkretes entstanden. Einen Rock könnte ich mir aus dem Stoff auch gut vorstellen. Auf meiner Nähliste steht schon seit längerem ein Wickelrock aus der Burda 8/2013. Wie der Zufall so will, hat Lucy ihn gerade genäht und ihr Resümee ist nicht wirklich berauschend (den Beitrag findet ihr hier). Also habe ich noch einmal meine Nähhefte durchgeblättert und andere Rockschnitte herausgesucht.



  Rock 130 aus Burda 5/2010



Im Prinzip sind alle Schnitte ähnlich. Schmal bwz. leicht tulpig geschnitten und mit Taschen. Solche Röcke stehen mir einfach gut.

Als Kleiderschnitt könnte ich mir diesen vorstellen:


Oder das Dakota Shawl Collar Dress, Lucy hat es hier vorgestellt und ich finde es einfach wunderbar, bin mir aber nicht sicher, ob dieser Stoff dafür geeignet ist.

Sehr schön finde ich auch das La Maison Victor Trench Dress:


Aber ich glaube, aus dem Stoff wird es etwa zu spießig...


Und, was sagt der Stoff zu Euch? Vorschläge sind immer willkommen!

Diese ganze Aktion ist so toll! Herzlichen Dank an Frau Siebenhundertsachen und Lotti Katzkowski, für die Organisation. Ihr seid ein tolles Team.

Ich bin schon auf die anderen Stoffe mit den dazugehörigen Ideen gespannt und werde mich nach und nach durchklicken. Ob mein Stoffwichtel sich schon verlinkt hat und ob ihr der Stoff gefällt?

La Maison Victor

Bei der Vielzahl der Zeitschriften im Handel ist es ja eher unwahrscheinlich, dass einem eine Nähzeitschrift auffällt, wenn man mit Nähen nichts am Hut hat. Wie gut, dass ich eine sehr aufmerksame Schwester habe, die beim Einkauf an mich gedacht hat. Sie hat die Zeitschrift LA MAISON VICTOR für mich entdeckt.



La Maison Victor ist mir nicht unbekannt. Wir waren im Sommer ein paar Tage in den Niederlanden am Meer und beim Warten auf Mann und Kinder habe ich in einem Zeitschriftenladen nach der aktuellen Knip Mode Ausschau gehalten. Gefunden habe ich dabei Einzelschnittmuster von La Maison Victor und mir den Schnitt vom Gig Kleid gekauft. Schon damals habe ich im Netz ein wenig gestöbert und herausgefunden, dass es sich um einen belgischen Verlag handelt. Das Schnittmuster selber ist auf Niederländisch. Nun, meine Erfahrungen mit dem Schnittmuster sind nicht so toll, deshalb kann ich hier auch kein fertiges Kleid zeigen. Aber ich glaube, es lag mehr an meiner Stoffwahl, als am Schnitt selber.

Jedenfalls habe ich mich gefreut, dass der Verlag nun eine Zeitschrift in Deutschland heraus gebracht hat und habe die 7,95 Euro gerne investiert habe. Und ich habe es nicht bereut. Die Aufmachung gefällt mir sehr. Sie ist klar und strukturiert. Und so ist auch die Mode. Schlicht, geradlinig. Schön. Zum Beispiel gibt es ein tolles Trenchkleid:


Im Gegensatz zu den Abbildungen bei Burda, wo man von den Kleidungsstücken selber oft kaum etwas sieht, sind hier die Sachen oft mehrmals aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu sehen. Dazu kommen einige Detailfotos:
Nach den Bildern folgt direkt die Anleitung für das Kleid, so sieht man auf einen Blick, technische Zeichnung, Material etc. und muss nicht ständig hin und her blättern. Die Anleitungen sind übersichtlich gestaltet und bebildert.

Diese gehört zu einer Jacke, die mir auch sehr gut gefällt. 

Bei meinem Gig Kleid bin ich mit der Anleitung - obwohl seinerzeit auf Niederländisch - sehr gut klar gekommen. Ich weiß nicht, wie die Übersetzung im Magazin ist, aber alleine durch die Bilder ist sie sicherlich schon besser als jede Burda-Anleitung. Beim Gig Kleid gab es zusätzlich auch einen Code, um auf der Homepage eine Videoanleitung herunterzuladen.

Die Schnittmusterbögen sind in der Mitte des Heftes eingeheftet und lassen an einer Perforierung heraustrennen. Im Detail habe ich sie mir noch nicht angesehen, auf den ersten Blick scheinen sie angenehm übersichtlich. Positiv aufgefallen ist mir auch die Papierqualität. Dieses dünne Seidenpapier mag ich gar nicht.

Ganz besonders toll finde ich auch, dass die Schnitte alle ab Größe 34 beginnen und bis 48 oder sogar 54 gehen. Bei Burda ärgere ich mich immer wieder, dass es nur so wenige Schnitt in kleine Größen gibt. Und wenn, richten sie sich meistens an ganz junge Frauen.



Neben Kleidungsstücken zum Nähen für Frauen gibt es auch schöne Modelle für Kinder und Männer. Und Anleitungen zum Sticken und Häkeln.

Ich habe eine lange Nähliste und einfach zu wenig Zeit, ich werde aber bestimmt bald ein Schnittmuster testen und im Sommer werde ich mich auch noch einmal an das Gig Kleid wagen.

08.10.2014

Me Made Mittwoch Herbstkleid

Der berühmte Maybachufermarkt .... seit Jahren träume ich davon, dort einmal einzukaufen und nicht immer nur von dem tollen Angebot zu lesen. Am vorletzten Wochenende war es endlich soweit. Ich hatte das Glück, eine Startnummer beim Berlin Marathon zu bekommen und konnte dieses Glück noch durch eine frühe Anreise am Freitag und ein Treffen mit Frau Schildkröte zum Stoffkauf auf dem Markt krönen! Mit der Beratung von Marion haben wir ein paar schöne Stoffe gefunden und noch eine nette Begegnung mit Christine gehabt, die zusammen mit ihrem Mann ein Jahr mit dem Fahrrad unterwegs ist und in Berlin einen Nähkurs macht. Mit ihr habe ich mir einen Wax Print geteilt. Ob sie ihren wohl schon vernäht hat? Mein Wax Print wird wohl erst im nächsten Jahr verarbeitet, ich bin mit einem Stoff angefangen, auf dem dick "Herbst" steht ...

Schon auf dem Markt war klar, dass ich aus dem Stoff ein Kleid nähen würde. Spontan eingefallen sind mir das Dodokleid und das Lady Skater Kleid. Entschieden habe ich mich letztendlich für das Lady Skater, weil ich durch die schlichte Schnittführung die Möglichkeit sah, den farbenfrohen Stoff durch eine braune Strickjacke etwas abzumildern. Diese Notwendigkeit sehe ich jetzt nicht mehr, ich finde das Kleid toll (und werde es bestimmt auch noch mit meinen roten Stiefeln tragen).


Zum Fotoshooting sind wir zu einem Sonnenblumenfeld gefahren, dass bei uns in der Nähe ist. Meine Tochter hat allerdings mehr die Sonnenblumen fotografiert als mich, leider ist nur ein Bild dabei heraus gekommen, bei dem ich bzw. mein Kleid nicht nur als winziger Punkt irgendwo am Rande zu sehen bin. Aber Detailfotos sind bei so einem schlichten Schnitt wie dem Lady Skater Dress ja auch nicht so wichtig.

Frau Schildkröte hat diesen Stoff übrigens auch gekauft (sie hatte ihn sogar zuerst), ich bin gespannt, was sie aus ihrem näht.

Jetzt ruft die Arbeit, aber heute Abend wird geschaut, was die anderen Selbermacherinnen heute so tragen. Hier geht es entlang zum MMM-Blog.




01.10.2014

Me Made Mittwoch Leojäckchen

Mein Leojäckchen habe ich schon vor einiger Zeit genäht. Trotzdem habe ich es den ganzen Sommer nicht getragen, sondern nur ab und zu angehimmelt. Ich wollte jede Gelegenheit nutzen, um meine Sommerkleider zu tragen. Aber jetzt habe ich richtig Lust auf meine Herbstgarderobe.


Ich habe es nach einem Schnitt aus der Burda 3/2013 genäht:

Den Schnitt finde ich superklasse. Aber Vorsicht, wenn ihr ihn auch verwenden möchtet. Er fällt insbesondere im Taillenbereich sehr schmal aus. Wenn der Stoff nicht superdehnbar ist, rate ich Euch, an der Taille ein oder zwei Zentimeter hinzuzufügen. Ich habe Gr. 34 genäht und im Taillenbereich die Nahtzugabe herauslassen müssen.


Das Absteppen der Blende habe ich mit dem Blindstichfuss meiner Nähmaschine gemacht. So bekommt man eine schöne gleichmäßige Naht hin.



Kombiniert habe ich die Strickjacke mit meinem Spitzenrock. Ich habe ihn hier schon einmal gezeigt. Ich mag die Kombination des Strickstoffs mit dem Spitzenstoff sehr gerne und habe mich in meinem  Outfit gestern sehr wohl gefühlt. Der Stoff lässt sich unglaublich schlecht fotografieren (mal abgesehen davon, dass ich einfach nicht posen kann!). Nur diese Detailaufnahme kommt ihm ziemlich nahe:


Ich habe ja schon oft bedauert, dass ich nicht so gut stricken kann, aber mit diesem Jäckchen kann ich fast mit einer Miette mithalten. Es lässt sich farblich toll kombinieren und sieht zur Jeans, zum Rock und zum Kleid gut aus.

Wie jeden Mittwoch zeigen auch heute wieder viele Selbermacherinnen auf dem Me Made Mittwoch Blog ihr Outfit. Allen voran Dodo in einem wunderschönen Rock!